Da komm ich her

Wie unter Künstler*innen so üblich, nenne ich die großen Vorbilder, die meinen Stil beeinflusst haben. Moment. Künstlerin?

Ja. Damit Bildung dort ankommt, wo sie andocken soll, gehört m.M.n. schon eine große Portion Kreativität, Um-die-Ecke-Denken und Loslassen dazu.
Bildung braucht Neugier, Mut und Imperfektion.

Insofern sehe ich das Kreieren von Bildungsangeboten als künstlerischen Akt.

Mein großes Vorbild und Mentorin in dieser Haltung war die Entwicklungspartnerschaft "learn forever", die mich beruflich sozialisiert und stark geprägt hat. 

Als noch die Rede vom Web 2.0 war...

 

Meine learn forever Zeit begann 2008. Insofern mögen die einen oder anderen Inhalte etwas "old school" wirken. 
Aber ich bin ja auch noch mit einem Haustelefon aufgewachsen. 

webtogether

Von 2010 - 2012 durfte ich ein Lernnetzwerk entwickeln und  umsetzen, an dem über 50 Frauen aus der Weststeiermark teilnahmen und den Umgang mit Computer und Internet lernten.

Durch den innovativen Charakter des Projekts, wurde es immer wieder auf Tagungen und in Publikationen vorgestellt. 

Lernprozessmoderation

webtogether war kein gewöhnlicher Computerkurs. Statt als Trainerin agierte ich als sogenannte "Lernprozessmoderatorin", die gemeinschaftliches und selbst gesteuertes Lernen unterstützte.

Die Methoden dafür stammten aus der Entwicklungspartnerschaft "learn forever"

Bildungsbenachteiligung

Meine Zielgruppe waren Frauen ab 45 Jahren, die aufgrund ihrer beruflichen Verpflichtungen und der ungleichen Verteilung von Care-Arbeit bislang wenig Möglichkeiten hatten, sich weiterzubilden. 

Aufsuchende Bildungsarbeit wie auch Methoden, die Lernängste und Hemmschwellen abbauen, waren wichtige Bestandteile von webtogether.

Weitere learn forever Projekte, die ich (mit)entwickelt und umgesetzt habe:

Im Herbst 2008 wurde ich von der Trainerin in der Erwachsenenbildung zur Lernprozessmoderatorin in einem "Lernarrangement" für junge bildungsbenachteiligte Frauen. 

Mit diesem Angebot wurden durchwegs skeptische und vom Bildungssystem enttäuschte junge Menschen angesprochen und neue Wege mit ihnen gemeinsam ausgelotet. 

Mit "connecting communities" sollte 2012 - 2014 die Weiterbildungsbeteiligung von Frauen mit Migrationshintergrund in der Weststeiermark erhöht werden. 

Im Rahmen dessen entstanden zahlreiche Radiosendungen für das freie Radio. Die erste Sendung wurde für den 16. Radiopreis Erwachsenenbildung in der Kategorie Bildung/Wissenschaft unter 75 Einreichungen nominiert. 

Bildung hat viele Gesichter...

Was drauf steht ist (nicht) drin

Veranstaltungstitel wecken Erwartungen. Meistens erfülle ich sie anders als gedacht.  

Wissenschaft goes Popkultur

Ein freches Sachbuch über die Zusammenhänge zwischen Pop, Porno und Patriachat und ihre Auswirkungen auf Mutterschaft.

Gender Studies im Real Talk für Eltern

Tabus aufbrechen im Blogformat heißt: über Lifestyle, Sex und Elternschaft schreiben, wer mit wem und wie drüber reden und was es nicht alles gibt. 

Sexuelle Bildung in Magazinform

Warum kein Rosa auch keine Lösung ist, Wut Sinn macht, Konfektionsgrößen aber nicht und was eine Heldin ausmacht sind Themen der Sexuellen Bildung, die prima Unterhaltung bieten.

Es war einmal eine Lernprozess-Moderatorin,

die sich aufmachte, um den digital gap in den Bergen und Tälern der Weststeiermark zu schließen und die Menschen im Vertrauen in ihre Fähigkeiten zu bestärken.